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HORTULUS und HERBULARIUS im HOCH-MITTELALTE

(500 - 1200)

französish

Diese Gärten waren stets mit Balkenzäunen oder Mauern oder Mäuerchen, Palisaden oder geflochtenen, teils auch lebenden Hecken umgrenzt, um Kinder, Landstreicher, Hunde und andere Haustiere abzuhalten.

Ihre Besonderheit bestand darin, dass hier auch Produktion betrieben wurde. Denn es handelte sich darum, hier genügend medizinische Pflanzen für eine Familie, eine Gemeinde, sogar für eine Gruppe von Dörfern zu erzeugen, die dann Keime und Samen beziehen konnten, zur Anpflanzung und zur Ernährung, Bekleidung und Pflege von Mensch und Tier.

Es waren also Pflanzenzuchtanstalten, die Samen und junge Pflanzen weitergaben.

Verschiedene alte Dokumente sind erhalten geblieben, nach denen wir diese Gärten darstellen können, in denen in Europa einheimische Pflanzen gezogen wurden, und auch einige exotische (aus Persien, Kaukasien, Afrika), die schon seit Jahrtausenden nach Westeuropa eingeführt wurden.

  • Das Capitular von Villis, geschrieben um 795 in Aachen, Karl dem Großen zugeschrieben. Es enthielt 88 Namen von angebauten Pflanzen, wovon 49 sich im Kloster St. Gallen in der Schweiz wiederfinden (dieses Benediktinerkloster, gegründet im 8. Jhdt., erlebte seine Blüte in Wissenschaft, Literatur und Kunst vom 10. bis 11. Jhdt).
  • Das Verzeichnis des Klosters St. Gallen, wo Pflanzen im Jahre 842 in Gedichten durch den Mönch Walafried von Strabo (809 - 849) beschrieben wurden.
  • Das Buch der Heilkräuter des Platearius.
  • Die Polyptique des Abts Irminon (9. Jhdt.) von St. Germain des Prés.
  • das Stundenbuch der Anne von Bretagne.
  • Das Kochbuch des Apicius.
  • Die Physica der Benediktiner-Äbtissin Hlg. Hildegard von Bingen (1098-1179).
  • Das Stundenbuch des Herzogs von Berry (Anfang 15. Jhdt.).

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